Arbeitsmaterialien: Porcellin, Gips u.a.

Das Arbeitsmaterial Gips

Gips ist ein wasserhaltiges Kalziumsulphat. Die Härte des Gipses reicht von 1,5 bis 2. Die chemische Zusammensetzung lautet: CaSO4 • 2H2O . Gips ist ein weiches Material, das leicht mit dem Fingernagel gekratzt werden kann. Gips kann von 110 bis 3200 Celsius erhitzt werden. Bei 1100 ensteht Hemihydrat CaSO4 • ½ H2O. Diese Gipsart wird benutzt, um eine höhere Staibiltät zu erreichen. Wenn Wasser hinzugefügt wird, kann es schnell absorbiert werden und nach wenigen Stunden hart wie Stein werden. Die alten Ägypter waren die ersten, die Gips benutzten, um Gesichter oder Körperteile abzuformen. Griechen und Römer entdecktendie Eigenschaften des Gipses um 500 v. Chr. und nutzten es zum Formenbau und Abgießen. Später findet es vor allem im Bausektor Verwendung. Nachdem die Gipsbinden 1851 durch einen Orthopäden in Paris erfunden wurden und seitdem im Englischen Plasters of Paris heißen, erwiesen sie sich im medizinischen Breich bald wegen ihrer Fähigkeit, schnell zu trocknen und zu härten, als äußerst hilfreich. In der Kunst wurde und wird Gips für Skulpturen und Abgüsse verwendet. Formen aus Gipsbinden können mit feuchtem Gips unterschiedlicher Qualität gefüllt werden. Mimesis Atelier setzt vor allem Gipsbinden und Gipspulver ein, die durch besondere Beigaben verstärkt werden. Weitere Materialien, die im Mimesis Atelier verwendet werden, sind Porcellin und Kunststoff.